Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Andreas Hofer : 1. Band (1859)
Entstehung
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Männer in elende zerfetzte Jammergeſtalten verwan⸗ delt!

Todesſtill, inmitten von Schnee und Eis liegt Smorgoni da! Die letzten Strahlen der blutrothen Sonne ſind auf ihren Häuſern verblaßt, das graue Leichentuch der Dämmerung hat ſich niedergeſenkt auf die Erde, unddie Stille iſt ſtiller geworden.

Allmälig beginnt es am Himmel aufzufunkeln, Stern nach Stern ſteigt an dem dunkeln Horizont em por, und drüben hinter Smorgoni hebt ſich langſam und majeſtätiſch die gelbe volle Scheibe des Mondes empor, als wolle der Himmel nicht müde werden, den Jammer und die Qual der Erde zu ſchauen, und als ob die Sonne und der Mond und das ganze Heer der Sterne es bewundernd ſehen ſollen, wie der Gewaltige gedemüthigt, der Große erniedrigt und in den Staub getreten werde!

Jetzt über die ſchauerliche Schneewüſte fährt der Nachtwind heulend daher, und wirbelt den Schnee in dichten Wolken empor, und deckt die Geheimniſſe auf, die unter der weißen Hülle begraben gelegen. Hier ſtarrt ein Menſchenantlitz auf aus dem aufgeloderten Schnee, dort jenen Hügel deckt der Sturmwind auf, und eine menſchliche Geſtalt, in elende Lumpen gehüllt,