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giebt ſelbſt keinen Kaiſer Napoleon mehr! In den Leichenbergen an der Bereſina liegen die Lorbeern der großen Armee, liegt die Herrlichkeit und Macht Na⸗ poleons, die Liebe und Bewunderung der großen Ar⸗ mee für ihren„petit corporal“ begraben.
Die große Armee flieht aber nicht vor einem ſicht⸗ baren Feinde, ſie flieht vor den unſichtbaren Feinden, die in der Luft, auf der Erde, in ihren eigenen Ein⸗ geweiden gegen ſie kämpfen, die große Armee flieht vor der Kälte und vor dem Hunger!
Aus Moskau iſt ſie entflohen vor dem Feuer, jetzt flieht ſie vor dem erſtarrten Waſſer, vor der Eiſesluft, deren Einathmen ihre Lungen wie mit Dolchſpitzen verwundet, vor der ſchneebedeckten Erde, deren Berüh⸗ rung ihre Füße verwundet, daß ſie ihren Weg mit einer Spur von Blut bezeichnet. Alle Elemente ſind in grimmiger Feindſchaft entfeſſelt gegen die große Armee, welche es gewagt hat, ihre Lorbeern nach den kalten Eisfeldern des Barbarenreichs zu tragen, um ſie dort zu vermehren mit neuen Lorbeerzweigen. Aber
jetzt ſind die Lorbeern erfroren unter dem ruſſiſchen Eis, die große Armee hat ſich aufgelöſt und nur ein⸗ zelne Trümmerhaufen treiben ſich noch umher in der großen ruſſiſchen Schneewüſte.


