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eilend. Auf den weißen, beſchneiten Dächern der Häuſer in Smorgoni liegen die letzten Strahlen der kalten purpurnen Abendſonne, und blutig leuchten auch ſie.
Blut überall, Blut und Schnee und Eis!
Kein Ton der Freude dringt von Smorgoni her⸗ über, kein Haus iſt bewimpelt, keine Freudenſchüſſe erſchallen, wie ſonſt in den Städten, in denen Napo⸗ leon ſeinen Einzug gehalten.
Die Welt iſt erſtarrt, und auch die Herzen der Menſchen ſind es! Kein Wort der Liebe tönt mehr von den erbleichten Lippen, kein Lächeln erhellt mehr die düſtern, verzweifelten Angeſichter. Der Winter iſt jetzt der Herr der Welt, der Winter hat gethan, was den Heeren des Kaiſers Alexander und ſeines Feld⸗ marſchalls Kutuſow nicht gelingen wollte, der Winter hat die größte Armee Napoleons entwaffnet, er hat der alten Garde das Schwert aus den Händen ge— wunden, er hat Helden in zitternde Greiſe verwandelt, er hat die Muthigen muthlos gemacht, die Starken
entnervt, er hat die Disciplin aufgelöſt und die Ohren verſtopft, daß ſie auf kein Commandowort mehr hö⸗ ren! Es giebt jetzt keine Marſchälle und Generäle mehr, keine Officiere und keine Subordination, es


