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Der Wolkenbruch in der Wiegenau : eine Geschichte aus unserer Zeit : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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Als er zurückkehrte, ſagte er:Diehls⸗Vetter, Ihr werdet auch Euren Kleinen nicht finden, wenn ihr heim kommt. Sie ſind eben alle drei im Wirthshaus eingekehrt. Der Durſt iſt ihnen noch nicht vergangen.

Des alten Diehls⸗Vetters Antwort verſchlang ein dump⸗ fer Donner, der das Thal herunter ſcholl und ein Orkan⸗ artiger Windſtoß, der alle ihre Haufen wieder über den Haufen warf dann in den Wald hineinfuhr und arge Verheerungen anrichtete.

II.

Der Diehls⸗Vetter hatte ein Recht dazu gehabt, als er die im Wiegenau aufſteigende dunkele Wetterwand beo⸗ bachtend ſagte:Das läuft nicht glatt ab. So drohend und unheimlich düſter hatte der Himmel noch nie auf dieſes geſegnete Thal niedergeblickt.Das Kind in der Wiege mußte ſchier erſchrecken.

Die ſchwarzen maſſenhaft aufeinandergeſchichteten Wol⸗ kenhaufen, die allmählich aufſtiegen und den Horizont ein⸗ hüllten, gingen ſo niedrig, daß ihr dunkeler Saum die Baumgipfel des Bergrückens bald ſtreifte. Ein finſterer Schatten lief vor ihnen her und verwandelte plötzlich den hellſten Sommertag in bange Abenddämmerung. Doch ſchienen dieſe Wolkenballen, ſo dunkel und drohend ſie aus⸗