Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

193

ſo lebhaft und ruͤhrend aus, daß er die ſcherzhafte Frage, was denn nun aber doch wohl das Geheim⸗ nis jenes Cabinets geweſen ſey, zu beantworten ſich gedrungen ſuͤhlte.

Es war ſagte er meine ſogenannte Scho⸗ felgalerie, aus Bildern maͤchtiger Taugenichts beſte⸗ hend, die ich, wenn ſchon ohne großen Zeitverluſt, nur mit wenigen Strichen, aber doch mit moͤglich⸗ ſter Aehnlichkeit in Situationen dargeſtellt, welche ſie nach meiner Anſicht reichlich verdient hatten. So wurden Leute oͤffentlich und zu ungemeiner Satis⸗ faktion ganzer mit Volk uͤberfuͤllter Maͤrkte, gegei⸗ ßelt, die man im Leben nicht ſcheel anſehen darf. Andere ſtanden am Pranger, welche ſich der hoͤchſten Ehrenplaͤtze erfreuen. Noch andere hingen gar am Galgen, was, wenn es heraus kam, um ſo ver⸗ derblicher fuͤr mich ausfallen konnte, da ich nicht einmal die billige Ruͤckſicht genommen hatte, ſie der

vielen auf ihre Bruſt zuſammengedraͤngten Orden

zuvor zu entkleiden. Es war eine Art von heimli⸗ chem Gerichte. Und wenn ich einmal recht muͤrriſch geworden, uͤber die zahlloſen Ungerechtigkeiten der Welt, und die von denen ſie hauptſaͤchlich geuͤbt.

wurden, ſo gereichte es mir zu einem gar wohlthuen⸗ IIl. 13