in einem koͤrper⸗ und ſeelenkranken, hochaufgeregten Zuſtande. Unter denen welche ihr Bette umgaben, das ſie nicht verlaſſen konnte, befand ſich auch die Graͤfin von Altenberg, welche der letzte Brief ihres Gemahles, die Nothwendigkeit einer baldigen Be⸗ ſprechung mit ihr an's Herz gelegt hatte.
Am dritten Abende, als Graf und Graͤfin al⸗ lein an ihrem Lager ſaßen, war die Kranke zwar uͤberaus matt und erſchoͤpft, aber eben darum auch in einer weit ruhigeren Verfaſſung als zeither. Jetzt ſprach ſie ſich uͤber den Saͤnger aus. Sein aͤuſſerſt verfallenes Geſicht, verbunden mit der, in der Regel nur militairiſchen, Auszeichnung zwiſchen Naſe und Mund, hatte ſie ſolchen Anfangs nicht erkennen laſſen. Kaum aber waren die erſten Toͤne aus ſeinem Munde, als ſie auch darin den vormali⸗ gen Prediger Welter wieder zu finden glaubte. Sein angebliches Erkranken und Verſchwinden ſchienen aller⸗ dings die Sache zu beſtaͤtigen. Was ſie bis dahin hoͤchſt leidenſchaftlich erklaͤrt hatte, daß man ihn noth⸗ wendig herbeiſchaffen muͤſſe, daruͤber ſprach ſie nun mit Beſonnenheit und ſtillem Schmerze. Ohne eine Unterredung mit ihm zu haben, aͤuſſerte ſie, ſey es um ihre Lebensruhe fuͤr immer geſchehen.
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