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Feuerberg hatte das Lied in Muſik geſetzt. Dieſe ſchien Ergaͤnzung und Commentar deſſelben zugleich; zumal bei den Toͤnen, mit denen er ſelbſt ſie vor⸗ trug, und bei dem duͤſtern Auge zwiſchen deſſen tie⸗ fer Verachtung der Welt immer noch Funken der Luſt an ihr, zu ſpruͤhen ſchienen.
Es gewaͤhrte dem Grafen große Befriedigung, daß ſeine Gaͤſte in dieſer Anſicht ganz mit ihm uͤberein⸗ ſtimmten und Feuerbergs Vortrag des Liedes auch auf ſie einen ſehr großen Eindruck hervorbrachte.
Freund,— ſprach der Mahler zu dem Saͤn⸗ ger— denn der Name Herr duͤnkt mich in die⸗ ſem Augenblicke viel zu ſchlecht fuͤr ſie, wiſſen ſie wohl, daß ihr Geſicht erſt im Geſange die wahrhaft vollendete Form erreicht. Alles Harte, ich moͤchte ſagen Zuruͤckſtoßende darin, iſt in tiefeindringende Trauer und Melancholie aufgeloͤſt.
Ewig Schade— ſagte Senner— daß ſolch eine ausgezeichnete Faͤhigkeit der Buͤhne verloren ge⸗ hen ſoll. Wenn mein Rath nur etwas ihnen gel⸗ ten koͤnnte, Herr Feuerberg, ſo entzuͤckten ſie bald moͤglichſt die Menge in den heroiſchen Oper. Ihre Figur und der Anſtand in ihrem Weſen koͤnnte ſich in ſolch einem Kunſtwerke zugleich geltend machen.


