Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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Verfahrungsweiſe der Menſchen mit mir, macht mir dieſe erſt recht zuwider. Nicht meine Stim⸗ me, ſondern das Anſehen meines großmuͤthigen Beſchuͤtzers iſt es, was mich zum Gegenſtande ſo mancher Bewunderung macht. Hatte ich dieſe Stimme in andern Staͤdten, wo ich Conzert gab, nicht ebenfalls? Nirgend aber noch iſt mir ſolch ein Ruhm zu Theil worden. Ich wuͤrde mich ja kaum verhegen koͤnnen, vor der verhaßten Liebe dieſer Men⸗ ſchen, wenn ich nur einige Ausnahme in der Be⸗ handlung machen wollte. Auch die Weiber verfol⸗ gen mich mit zudringlichen Augen, ob ich ſchon wahrlich, weit eher ein Bild des Leides, als der Liebe abgeben koͤnnte. Das thun ſie ebenfalls kei⸗ nesweges, meiner Perſon halber. Sonſt waͤre mir dergleichen auch ſchon fruͤher wiederfahren, als ich noch fuͤr einen vollen, kraͤftigen Mann gelten konnte. Nicht einmal meine Stimme zieht ſie an mich, ſon⸗ dern einzig der Laͤrm, den man ſo eben uͤber ſie erhebt.

In demſelben Augenblicke erregte ihre Aufmerk⸗ ſamkeit ein Reiter, welcher den Hut tief im Ge⸗ ſichte, auf das Haſtigſte in die Straße ſprengte,

und einem Gensd'arm, der ihm in die Zuͤgel fiel, 1*