185 ſein Gewiſſen erwacht. Es hatte ihn angetrie⸗ ben, das mit Unrecht an ſich gezogene Gut zu⸗ ruͤckzuerſtatten.—
Nachdem dies am folgenden Tage in der gehoͤrigen Form geſchehen war, hatte die zuvor von finſtern Phantaſien gequaͤlte Seele des Ster⸗ benden ſich auf einmal beruhigt, und ihr Ab⸗ ſcheiden kein Hinderniß weiter gefunden.
Jetzt endlich ebnete ſich die zeither im Gan⸗ zen hochaufwogende Bahn der Liebenden zum blauen, herrlichen Spiegel, der ihnen ihre trü⸗ be Vergangenheit i im Glanze der Verklaͤrung zu⸗ ruͤckwarf. Ein Jenſeit des Grabes war ihnen ſchon geworden, und daß das hoͤhere Jenſeit ſie einmal kuͤnftig wieder vereinigen muͤſſe, dafuͤr buͤrgten ihnen die gluͤhenden Herzen. Gewiß wuͤrde dieſe der Schmerz in demſelben Augen⸗ blicke zerriſſen haben, wo ſie den Glauben an die Ewigkeit der Liebe verloren haͤtten.
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