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Welcher? : drei Geschichten verwandten Inhalts / von Friedrich Laun
Entstehung
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163 rakter, wie mit ſeinen Jahren, in ſo auffallen⸗ dem Widerſpruche ſtehe.

31.

Das Herz blutete dem wackern Manne, als ihm dieſes Geruͤcht zufaͤllig zu Ohren kam. Die Ehre ſeiner Tochter, ſeines Schwiegerſohns, war, durch ihn ſelbſt bloßgeſtellt. Jetzt, meinte er koͤnnte ſein und Frelons Verhaͤltniß nicht fer⸗ ner geſchont, es maͤſſe das faͤlſchlich fuͤr licht⸗ ſcheu geachtete Geheimniß an den Tag gezogen, und ſo die Rechtfertigung dreier Menſchen be⸗ wirkt werden, welche ſich keiner Vergehung be⸗ wußt waren.

Je laͤnger ſein taͤglicher Umgang mit dem Paare gedauert hatte, deſto feſter war er von Wernholds Meinung uͤberzeugt worden, daß die Ungerechtigkeit ſelbſt da zu Gericht ſitzen muͤſſe, wo ſeine Tochter nicht Wernholden, ſon⸗ dern Frelon zugeſprochen wuͤrde.

Um indeſſen ganz ſicher zu gehen, fuhr er eines Morgens zu einem der beruͤhmteſten und rechtlichſten Sachwalter der Stadt, den er oft ſchon in ſeinen Angelegenheiten zu Rathe gezo⸗

gen hatte. Er erzaͤhlte ihm die Geſchichte Ot⸗

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