36 der nebſt Dorchen, ihrem Kammermaͤdchen, den groͤßten Theil des Tages bei ſeiner Braut zubrachte.
Ein Hochzeitfeſt, welchem das Brautpaar abgeht, gleicht einem Leichnam ohne Seele. Wer da war, fuͤhlte auch das Beduͤrfniß des Hauſes nach Ruhe und verließ ſolches in Zeiten.
Die geheime Raͤthin fing ſchon an hieruͤber und uͤber des Arztes Unterſtuͤtzung der Abſon⸗ derung ihrer Tochter, welche dazu Anlaß gegeben, um ſo mißmuthiger zu werden, weil Caͤciliens Unpaͤßlichkeit ganz voruͤber zu ſeyn ſchien.
Auf Einmal aber rief jetzt die von Neuem voͤlllig verſtoͤrte Braut:„Was war das?“— Dazu machte ſie einen Sprung vom Sopha nach dem Fenſter. Stillburg nebſt der Mutter folgten ihr dahin. 1
Caͤciliens Auge ſchien auf dem Platze vor dem
Hauſe zu ſuchen, wo in dieſem Augenblicke kein Mernſch ſich befand.
„Hoͤrteſt Du nicht huſten dort unten?“ fragte ſie ihren Braͤutigam.
Er und die Mutter verneinten bas. Von dieſem Augenblicke aber entſtand auf Einmal wieder eine Regſamkeit in ihr, welche die er⸗


