31 dankbaren und die geheime Raͤthin that ebenfalls alles, ihrer Tochter des Legationraths Verdienſte und ſeine Liebe zu ihr an's Herz zu legen und das durch ſeine Hand zu hoffende Gluͤck mit den lebhafteſten Farben zu ſchildern.
Caͤcilie hegte keinen Zweifel, daß Stillburg gewiß alles thun wuͤrde, ihr ein neidenswerthes Loos zu verſchaffen. War doch mit ihm ihr Zweifel an der Guͤte der Maͤnner uͤberhaupt, welcher die Grundlage zu ihrem Entſchluſſe, nie zu heirathen geweſen, zur Gnuͤge widerlegt wor⸗ den. Warum daher einen Entſchluß aufrecht erhalten wollen, der in ſeinen Grundveſten er⸗ ſchuͤttert war; einen Entſchluß, welcher uͤberdieß mit Stillburgs Lebensgluͤcke ganz unvereinbar ſchien?— Und ſo geſchah es, daß das Band zwiſchen Caͤcilien und dem ſie aufrichtig Lie⸗ benden ſich allmaͤhlich immer dichter zuſammen⸗ zog, bis zuletzt wirklich wahr wurde, was die Stadt nun ſchon ſo lange behauptet hatte.
Die Billigung von Caciliens Wahl war unter den Partheiloſen allgemein. Die meiſten Verwandten und Freunde der Familie enthielten ſich bei ihren Gluͤckwuͤnſchen der hoͤhnenden Ruͤck⸗ blicke auf Wildenfels nicht und wollten die auf⸗


