18 Der Gaͤrtner berichtete das dem Fraͤulein am folgenden Morgen. Abermals fuͤhlte Caͤcilie ſich von dieſen Blumen beſonders angeſprochen. Sie uͤbertrafen die erſten noch an Schoͤnheit.
Am Vorabende des Dreikoͤnigsfeſtes wieder⸗ holte ſich die Sendung. Den beiden prachtvol⸗ len, den Blumenfreunden unter dem Namen Bouquet tendre bekannten Hyacinthen, war ein verſiegeltes Papier beigelegt. Das— ſagte der ſie uͤberbringende Diener zum Gaͤrt⸗ ner, auf deſſen erneutes Verlangen nach des Senders Namen— das enthalte die Antwort.
Der Gaͤrtner eilte damit zu Caͤcilien. In dem Papiere befanden ſich folgende Verſe:
Wer uns geſendet? Laß das Fragen, Wir ſind ja Dein, was willſt Du mehr? Daß unſre Duͤfte Dir behagen,
Iſt unſer Hoffen und Begehr.
Wir reichen traulich aus dem duͤſtern Gewoͤlk des Winters Dir die Hand;
O nimm in unſerm Liebesfluͤſtern
Des nahen Lenzes Unterpfand.
Doch willſt Du uns nicht von Dir bannen Und hat Dich unſer Blick geruͤhrt,
So forſche, Freundin, nicht, von wannen Die Liebe Dir uns zugefuͤhrt.—


