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erwuͤrgen, daß mein die Wonne ſey! ganz mein eigen das Gefuͤhl: ich hab' ihn vernichtet.
Marie. Mein Herz! Mein Herz!
Beaumarchais. Ich habe dich nicht retten koͤn⸗ nen, ſo ſollſt du geraͤchet werden. Ich ſchnaube nach ſeiner Spur, meine Zähne geluͤſtet's nach ſeinem Fleiſch, mehnen Gaumen nach ſeinem Blut. Bin ich ein raſen⸗ des Thier geworden! Mir gluͤht in jeder Ader, mir zuckt in jeder Nerve die Begier nach ihm!— Ich wuͤrde den ewig haſſen, der mir ihn jetzt mit Gift vergabe, der mir ihn meuchelmoͤrderiſch aus dem Wege raͤumte. O hilf mir, Gullbert, ihn aufſuchen! Wo iſt Buenco? Helft
mir ihn finden.
Guilbert. Reite dich! Rette dich! Du biſt au⸗ ßer dir.
Marie. Fliehe, mein Buudet!
Sophie. Fuͤhr' ihn weg; er er bringt ſeine Sechwo⸗ ſter um. Buenco(kommt.)
Auf, Herr! Fort! Ich ſah's voraus. Ich gab auf Alles Acht. Und nun! man ſtellt euch nach, ihr ſeyd verloren, wenn iyr nicht im Augenblick die Stadt verlaſſt.
Beaumarchais. Nimmermehr! Wo iſt Clavigo?
Buenco. Ich weiß nicht. Beaumarchais. Du weißt's. Ich bitte dich fuß⸗
fs llig, ſag' mir's.
5 ethe's Werke. VI. Bd⸗


