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Guilbert. Auf denn! Durch alle die Mauern die ihn umſchließen, die Wachen, das Ceremoniel, und alle das, womit die Hofſchranzen ihn von ſeinem Volke ge⸗ ſchieden haben, dringen Sie durch und retten Sie uns! — Wer kommt?
Clavigo(kommt.) Ich muß! Ich muß! Marie(thut einen Schrey, und faͤllt Sophien in die
Arme.)
Sophie. Grauſamer! in welchen Zudand verſetzen Sie uns!(Guilbert und Buenco treten zu ihr.)
Clavigo. Ja ſie iſt's! Sie iſt's! Und ich bin Clavigo.— Hoͤren Sie mich, Beſte, wenn Sie mich nicht anſehen wollen. Zu der Zeit, da mich Guilbert mit Freundlichkeit in ſein Haus aufnahm, da ich ein ar⸗ mer unbedeutender Junge war, da ich in meinem Herzen eine unuͤberwindliche Leidenſchaft fuͤr Sie fuͤhlte, war's da Verdienſt an mir? Oder war's nicht vielmehr innere Uebereinſtimmung der Charaktere, geheime Zuneigung des Herzens, daß auch Sie fuͤr mich nicht unempfindlich blieben, daß ich nach einer Zeit mir ſchmeicheln konnte dieß Herz ganz zu beſitzen? Und nun— bin ich nicht eben derſelbe? Warum ſollt' ich nicht haffen durfen? Warum nicht bitten? Wollen Sie einen Freund, einen Geliebten, den Sie nach einer gefaͤhrlichen, ungluͤcklichen Seereiſe lange fuͤr verloren geachtet, nicht wieder an Ih⸗
en Buſen neymen, wenn er unvermuthet wiederkäme,
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