Teil eines Werkes 
6. Band (1816)
Entstehung
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Karl. Nein! da muß man durch einen dicken dicken Wald, ſind Zigeuner und Hexen drin. 4

Eliſabeth. Iſt ein rechter Burſch, fuͤrcht ſich vor Hexen.

Maria. Du thuſt beſſer, Karl, leb du einmal auf deinem Schloß, als ein frommer chriſtlicher Ritter. Auf ſeinen eigenen Guͤtern findet man zum Wohlthun Gele⸗ genheit genug. Die rechtſchaffenſten Ritter begehn mehr Ungerechtigkeit als Gerechtigkeit auf ihren Zuͤgen.

Eliſabeth. Schweſter, du weißt nicht was du redſt. Gebe nur Gott, daß unſer Junge mit der Zeit braver wird, und dem Weislingen nicht nachſchlaͤgt, der ſo treulos an meinem Mann handelt.

Maria. Wir wollen nicht richten, Eliſabeth. Mein Bruder iſt ſehr erbittert, du auch. Ich bin bey der gan⸗ zen Sache mehr Zuſchauer, und kann billiger ſeyn. 3

Eliſabeth. Er iſt nicht zu entſchuldigen.

Marig. Was ich von ihm gehoͤrt hat mich ein⸗ genommen. Erzäͤhlte nicht ſelbſt dein Mann ſo viel Liebes und Gutes von ihm! Wie gluͤcklich war ihre Ju⸗ gend, als ſie zuſammen Edelknaben des Markgrafen waren!

Eliſabeth. Das mag ſeyn. Nur ſag, was kann der Menſch je Gutes gehabt haben, der ſeinem beſten, treuſten Freunde nachſtellt, ſeine Dienſte den Feinden meines Mannes verkauft, und unſern trefflichen Kaiſer,

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