Teil eines Werkes 
6. Band (1816)
Entstehung
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Gotz. Wie ich ihn trinke, iſt es wahr.

Martin. Davon red' ich auch. Aber wir

Georg(mit Waſſer.)

Goͤtz(zu Georg heimlich.) Geh auf den Weg nach Dachsbach, und leg' dich mit dem Ohr auf die Erde, ob du nicht Pferde kommen hoͤrſt, und ſey gleich wie⸗ der hier.

Martin. Aber wir, wenn wir gegeſſen und geirnn⸗ ken haben, ſind wir grad das Gegeutheil von dem, was wir ſeyn ſollen. Unſere ſchlaͤfrige Verdauung ſtimmt den Kopf nach dem Magen, und in der Schwaͤche einer uͤber⸗ fuͤllten Ruhe erzeugen ſich Begierden, die ihrer Mutter leicht uͤber den Kopf wachſen.

Götz. Ein Glas, Bruder Martin, wird euch nicht im Schlaf ſtoͤren. Ihr ſeyd heute viel gegangen.(Bringts ihm.) Alle Streiter!

Martin. In Gottes Namen!(Sie ſtoßen an.) Ich kann die muͤßigen Leute nicht ausſtehen; und doch kann ich nicht ſagen daß alle Moͤnche muͤßig ſind; ſie thun was ſie koͤnnen. Da komm' ich von St. Veit, wo ich die letzte Nacht ſchlief. Der Prior ſuͤhrte mich in den Garten; das iſt nun ihr Bienenkorb. Vortrefflicher Sa⸗ lat! Kohl nach Herzensluſt! und beſonders Blumenkohl und Artiſchocken, wie keine in Europa! 8

Götz. Das iſt alſo eure Sache nicht.(Er ſteht auf, ſieht nach dem Jungen und kommt wieder

Martin. Wollte, Gott haͤtte mich zum Gaͤrtner