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Sievers. Duͤrften wir nur ſo einmal an die Fuͤr⸗ ſten, die uns die Haut uͤber die Ohren ziehen. 6
Herberge im Wald.
Goͤtz(vor der Thuͤr unter der Linde.) Wo meine Knechte bleiben! Auf und ab muß ich gehen, ſonſt uͤbermannt mich der Schlaf. Fuͤnf Tag' und Naͤchte ſchon auf der Lauer. Es wird einem ſauer gemacht das Bißchen Leben und Freyheit. Daſuͤr, wenn ich dich habe, Weislingen, will ich mir's wohl ſeyn laſſen. (Schenkt ein.) Wieder leer! Georg! So lang's dar⸗ an nicht mangelt und an friſchem Muty, lach' ich der Fuͤrſten Herrſchſucht und Raͤnke.— Georg!— Schickt ihr nur euern gefaͤlligen Weislingen herum zu Vettern und Gevattern, laſſt mich anſchwaͤrzen. Nur immer zu. Ich bin wach. Du warſt mir entwiſcht, Biſchof! So mag denn dein lieber Weislingen die Zeche bezah⸗ len.— Georg! Hoͤrt der Junge nicht? Georg! Georg!
Der Bube(im Panzer eines Erwachſenen.) Ge⸗ ſtrenger Herr!
Gotz. Woſ ſtickſt du? Haſt du geſchlafen? Was zum Henker treibſt du fuͤr Mummerey? Komm her, du ſiehſt gut aus. Schaͤm' dich nicht, Junge. Du biſt brav? Ja, wenn du ihn ausfuͤllteſt! Es iſt Hann⸗ ſens Krß?


