Teil eines Werkes 
2. Theil (1835)
Entstehung
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Auf einmal ſchien der neue Tag enthuͤllet: Ein Maͤdchen kam, ein Himmel anzuſchauen, So muſterhaft wie jene lieben Frauen Der Dichterwelt. Mein Sehnen war geſtillet. Doch wandt' ich mich hinweg und lies ſie gehen, Und wickelte mich enger in die Falten, Als wollt' ich trutzend in mir ſelbſt erwarmen; Und folgt' ihr doch. Sie ſtand. Da wars geſchehen! In meiner huͤlle konnt' ich mich nicht halten, Die warf ich weg, Sie lag in meinen Armen.

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III. Kurz undgut.

Sollt ich mich denn ſo. ganz an Sie gewoͤhnen? Das waͤre mir zuletzt doch reine Plage.

Darum verſuch' ich's gleich am heut'gen Tage, Und nahe nicht dem vielgewohnten Schoͤnen. Wie aber mag ich dich, mein Herz, verſoͤhnen, Daß ich im wichtgen Fall dich nicht befrage? Wohlan! Komm her! Wir außern unſre Klage

In liebevollen, traurig heitren Toͤnen.

Siehſt du, es geht! Des Dichters Wink gewaͤrtig, Melodiſch klingt die durchgeſpielte Leier, Ein Liebesoyfer traulich darzubringen.

Du denkſt es kaum und ſieh! das Lied iſt fertig; Allein was nun?— Ich daͤcht im erſten Feuer Wir eilten hin, es vor ihr ſelbſt zu ſingen.

⸗ 4——