Teil eines Werkes 
2. Theil (1835)
Entstehung
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CE h r i fi e.. Hab' oft einen dumpfen duͤſtern Sinn, Ein gar ſo ſchweres Blut! Wenn ich bei meiner Chriſtel bin, Iſt alles wieder gut. Ich ſeh ſie dort, ich ſeh ſie hier Und weiß nicht auf der Welt Und wie und wo und wann ſie mir, Warum ſie mir gefaͤllt.

Das ſchwarze Schelmenaug' dad'rein, Die ſchwarze Braue drauf, Seh' ich ein einzigmal hinein, Die Seele geht mir auf. Iſt eine, die ſo lieben Mund, Liebrunde Waͤnglein hat? Ach, und es iſt noch etwas rund, Da ſieht kein Aug' ſich ſatt!

Und wenn ich ſie denn faſſen darf Im luft'gen deutſchen Tanz, Das geht herum, das geht ſo ſcharf, Da fuͤhl ich mich ſo ganz! Und wenn's ihr taumlig wird und warm, Da wieg' ich ſie ſogleich An meiner Bruſt in meinem Arm; 'S iſt mir ein Koͤnigreich!

Und wenn ſie liebend nach mir blickt Und alles rund vergißzt, Und dann an meine Bruſt gedruͤckt Und weidlich eins gekuͤßt,