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mer— immer, munter und guter Dinge, aber nicht bloß aus der guten Laune, die ich, dem Himmel ſei Dank, auch beſitze; ſondern ſie weiß auch meiſtens recht gut, warum? Und eben deswegen haͤlt ihre Freude laͤnger aus, und ſie bekoͤmmt zugleich einen innigen Genuß an tauſend Dingen, die ſonſt gar nicht bemerkt— wenigſtens nicht geſchaͤtzt werden. Damit will mir's nun nicht ſo gelingen, und das aͤrgerte mich eben vormals ein wenig. So hat ſie ſich all' Augenblick' etwas ausgeſonnen, womit ſie ſich ſelbſt und Andern eine Herrlichkeit und wahre Seelenfreude machen kann, und wenn man die Sache beim Lichte beſieht, iſt ſie die kleinſte von allen Kleinigkeiten. Ich ſuch' ihr nun zwar ſo etwas nachzumachen, bring' es auch zu Stande, und im Grunde beſſer— denn ihre Verhaͤltniſſe ſind ſehr beſchraͤnkt: aber es macht doch mir und Andern nicht halb ſo viel Freude und meine Luſt haͤlt auch nicht ſo lange wieder. Ich will's durch Beiſpiele anſchaulich machen.
Ich komme zu ihr: Nun geſtern haben Sie unſern Kindern wieder ein rechtes Freuden⸗


