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Die Frau Pfarrerin.
Ich freue mich, ſo oft wir mit dem Fruͤhling aufs Land ziehen, beſonders auch auf die Frau Pfarrerin, und habe dazu meine guten Urſa⸗ chen. Es thut mir ſo wohl, eine einfache, offenherzige, unverſtellte, verſtaͤndige, gute, an⸗ genehme, geſchickte Frau zu genießen, wenn
ich den Winter hindurch ſo manche habe tra⸗
gen und wol auch haͤtſcheln muͤſſen, die das nicht iſt, oder wenn ich die, die es ſind, vor dem ſtaͤdtiſchen Treiben und Jagen, nicht habe genießen koͤnnen, und ſie keine Zeit haben, ſich genießen zu laſſen. Ich aͤrgerte mich ſonſt aber auch zuweilen ein wenig uͤber meine Pfarrerin, und vielleicht wurde ſie mir eben dadurch anfaͤnglich nur noch mehr intereſſant. Sie iſt nehmlich faſt im⸗
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