Teil eines Werkes 
12. Band (1816)
Entstehung
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oder in der Wiege, den Schmerz beſaͤnftigen und den Schlaf herbeifuͤhren will.

Iſt Ida aber geſund, dann laß ſie nicht mehr ſchlafen, als ſie eben Luſt hat; laß ſie nie auf eine kuͤnſtliche Art zum Schlafen noͤ⸗ thigen. Es verſteht ſich, daß aber auch durch allzulebhafte Beſchaͤftigung, durch das Vorhal⸗ ten zu vieler Gegenſtaͤnde, durch zu lautes Vorſingen oder Vorſprechen, der natuͤrliche und ſehr heilſame Antrieb zum Schlaf nicht ver⸗ ſcheucht werden muͤſſe! Damit ich aber Deinen eigenen Schlaf durch einen zu langen Brief nicht verſcheuche, oder durch einen lang⸗ weiligen fruͤher herbeirufe, als Dir lieb iſt, ſo leb wol fuͤr heute.

Zweiter Brief.

Seit ich Dich zuerſt in Deiner Kinderſtube ſchriftlich beſuchte, ſind mehrere Wochen ver⸗ floſſen, und hat ſich in Ida ſchon mancher ſchoͤne Keim der Entwickelung naͤher gedraͤngt. Was Du mir von dem phyſiſchen Wohlſein