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So, will der Gott der Liebe— ſo ſollten auch wir ſeyn: wir, mit Bewußtſein, wie dieſe, aus Inſtinkt! ſagte ich. Und da fiel mir meine Ro⸗ ſalie ein, mit der ich geſtern der Trauung eines jungen Paares aus unſerm Dorfe beigewohnt hatte, und die, als der Pfarrer in der Rede das Gluͤck treuer ehelicher Liebe ſchilderte, in Thraͤ⸗ nen— erſt der Wehmuth, dann der Erbitte⸗ rung,(ſo weit iſt ſie in vier Jahren gebracht!) ganz zerfloß. Ich machte meinem Herzen Luft und ſang leiſe Klamer Schmidts Liedchen:
Das Vogelmaͤnnchen im Strauch ſich wiegt, Sein Weibchen daneben ins Neſt ſich ſchmiegt, Er gukt es ſo herzlich, ſo traulich an,
Er thut ihm zu Liebe, was all er kann: Des Vögelchens Herz ach iſt ſo klein Und ſchlaͤgt doch von Liebe ſo treu und rein!
Sieh dort den Buben, dem juͤngſt die Braut Zu ewiger Liebe ſich anvertraut: Wie buhlet ſein Auge ſchon hin und her! Er hat ja kein Liebſtes zu lieben mehr— Das Vögelchen liebt, und kalt wie Schnee Sind Herzen der Menſchen, o weh! o 33


