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liebt: ohne daß man eigentlich weiß, warum? Ich ſehe uͤber die ſauern Geſichter meiner Tante hinweg und habe immer einige dieſer lieben Geſchoͤpfchen waͤhrend des Winters im Zimmer, denen ich dann im Fruͤhling, wenn ieh meine Freiheit wiedererhalte, dies ſchoͤnſte Gut des Lebens auch goͤnne: aber noch nie⸗ mals hab' ich an ihnen geſehen, was ich in dieſen wenigen Tagen des laͤchelnden Fruͤhlings
geſehen habe, und wovon ich Einiges erzaͤhlen
will. Heute nur folgende kleine Scene, die mich zuerſt zu mehr Aufmerkſamkeit reizte! Der Garten unſers Guͤtchens ſtoͤßt an ein ſchoͤnes, dichtverwachſenes Bosket, das dem Grafen gehoͤrt, der es nie beſucht, ſondern es mit ſeiner Fruͤhlingsluſt nicht hoͤher treibt, als daß er zuweilen die Spieltiſche fuͤr ſich und ſeine Gaͤſte auf die Terraſſe des Schloſſes ruͤcken laͤßt. In den kuͤhlenden Schatten die⸗ ſes einſamen Hains ſitz' ich am ltebſten und erwarte ſtill lauſchend irgend einen erfreulichen Genuß, der mir von außen oder von innen zukommen ſoll, und ſelten warte ich hier umſonſt. Hier ſaß ich auch neulich am Mor⸗


