Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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Gemahlin, trotz ihres Alters außerordentlich kokett war.

Herr Romorantin quartirt ſich alſo bei Trick ein: er ſetzt ſich des Mittags an den Tiſch und bleibt da, bis er zum Schlafengehen nach Hauſe muß; über⸗ dieß muß man ihn heimführen, manchmal ſogar heimtragen, weil ſeine Beine ihm ihren Dienſt ver⸗ ſagen.

Was Frau Romorantin anbelangt, ſo muß der junge Trick, um gut von ihr aufgenommen zu wer⸗ den, ihr täglich irgend ein Kleidungsſtück, ein Klei⸗ nod oder einen modiſchen Strauß bringen.

Dafür erhält Trick manchmal die Erlaubniß, im Garten allein mit Fräulein Seraphinetta ſpazieren zu gehen; das war eine große Gunſt, denn die alte Kokette ſagte oft:„Meine Tochter wurde mit heut⸗ zutage ſeltener Sorgfalt aufgezogen. Sie hat eine ſtolze Erziehung genoſſen, aber ſie hat allen ihren Unterricht unter unſern Augen empfangen! Wir hät⸗ ſie mit keinem Profeſſor allein gelaſſen, ſelbſt wenn er neunzig Jahre alt geweſen wäre. Seraphinetta verſteht die Muſik und malt, ſie kennt die Geo⸗ graphie, Geometrie, Algebra, Aſtronomie.. o, ſie iſt ſehr ſtark in der Aſtronomie: es gibt keinen Stern am Himmel, den ſie nicht am kleinen Finger her⸗ ſagen könnte; ſie wäre ſogar fähig geweſen, die Finſterniſſe und Kometen vorherzuſagen. Aber da ihr Profeſſor ein ſehr hübſcher Burſche war, ſo dachte ich, ſie wiſſe genug von der Aſtronomie und man müſſe dieſe Wiſſenſchaft nicht zu weit treiben. Unſere