Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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kleinem, lieblichen Munde, mit einer beſcheidenen Stirne, über welche ſchöne Haare in vollen Locken herabwallen, während andere weiter unten herab⸗ fallen und einem Halſe und Schultern von blenden⸗ der Weiße ſchmeicheln; kurz, denkt euch eine junge, niedliche, runde Perſon mit kleinem, wohlgebautem Fuße, züchtigem, verſchämten Gange, welche die Augen niederſchlägt, wenn man ſie anſieht, und er⸗ röthet, wenn man mit ihr ſpricht, die unruhig wird, wenn ſie antworten muß, und ihr habt einen Be⸗ griff von dem, was Fräulein Seraphinetta war.

Während Trick die Tochter des alten Geldmanns betrachtet, fühlt er ſich auf der Stelle hingeriſſen, entflammt, verführt.

Ihr findet vielleicht, daß Trick leicht Feuer fängt; ich entgegne euch, daß er damals erſt achtzehn und ein halb Jahre alt war, und daß in dieſen Jahren ein Mann ſchlecht gebaut iſt, wenn er nicht ſo leicht

in Flammen geräth als ein Pakot Zündhölzchen; daß wrunn beim Anblick einer Schönheit

außerdex. S 3 imer Feuer fangen muß, und Gott ſelbſt ihn dazu erſchaffen hat!... Fragt die Frauen, was das für ein Mann ſei, der nicht mehr Feuer fängt... etwas ſehr Langweiliges in Geſellſchaft.

Trick ſpricht bei ſich:„Das iſt die Frau, die mir anſteht: Reinheit, Beſcheidenheit, Sanftmuth, Zu⸗ rückhaltung... faſt immer ſchlägt ſie die Augen nie⸗ der! Welch' ein Unterſchied zwiſchen jener treuloſen Pelagie, deren Augapfel ausſah, als wollte er bis unter meine Weſte hindurchdringen, und die eine Art