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Eine Probe auf dem Theater.
In Paris liebt man Alles, was zum Theater ge⸗ hört, Alles, was irgend welche Beziehung zur dra⸗ matiſchen Kunſt hat; auch iſt man ſehr begierig, zu erfahren, was hinter den Couliſſen oder auf der Bühne vorgeht, wenn der Vorhang für das Publi⸗ kum noch nicht aufgezogen iſt. 1
Man hat ſehr Unrecht, in dieſe Myſterien einge⸗ weiht ſein zu wollen: es ſind Täuſchungen und man verliert alſo dadurch Vergnügen. Allein die menſch⸗ liche Art iſt einmal ſo, wir können ſie nicht von ihrer Neugierde heilen, man thut alſo beſſer daran, ihr Genüge zu leiſten.
Wohnen wir einer Probe bei Tage bei; die, welche manchmal bei Nacht ſtattfinden, zeigen das Innerſte des Theaters ſchon weniger, denn die Lampen ſind angezündet und es werden Zuſchauer zugelaſſen; mit Ausnahme der Anzüge iſt es eine Aufführung.
Um die Leute genau kennen zu lernen, muß man. ſie in ihrem ganzen Negligé ſehen. Des Morgens iſt das Theater durchaus nicht beleuchtet; aber der Vorhang iſt aufgezogen und ſo empfängt es Licht durch den Saal, der es ſeinerſeits von den kleinen


