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Auguſtine öffnet ihm. Sie iſt zierlicher als ge⸗ wöhnlich angekleidet. Die Nähterin, ihre Freundin, Herr Trubert, der Tiſchler, ſowie vier andere Per⸗ ſonen ſind anweſend. Die Herren ſind ſchwarz ge⸗ kleidet, die Damen in Gala.
Beim Anblick. Girardière's ruft Auguſtine aus: „Ahl Sie ſind es... mein Gott!.. ſo lange haben Sie uns im Stiche gelaſſen... welch' Wunder, Sie
„ wieder zu ſehen!.. meine Tante wird ſo leich kom⸗ 3 9 4
men, ſie iſt im anſtoßenden Zimmer... kommen Sie
doch herein...“
Girardiere tritt ein und ſucht den Beweggrund dieſer Zuſammenkunft bei der Frau Gerbois zu er⸗ rathen. Während er ſich verbeugt und einen Seſſel nimmt, hebt Auguſtine eine dicke, rothe Katze, die eben durch das Zimmer ſprang, in ihre Arme auf, umarmt ſie zärtlich und trägt ſie zu Girardiere hin, mit den Worten:„SIch ſtelle Ihnen Herrn Fractin vor... das iſt der große Unverſchämte... Sie lern⸗ ten ihn noch nicht kennen, denn er iſt faſt immer in
meinem Zimmer, weil meine Tante keine große Liebhaberin von den Katzen iſt... aber heute... an dieſem feſtlichen Tag, habe ich die Erlaubniß zu ſeinem Eintritt erhalten.. nun, Herr Fractin, mach' einen Purzelbaum!“. Während des Geſprächs des jungen Mädchens nimmt Herr Girardière alle Farben an, ein kalter Schweiß fließt von ſeiner Stirne, ſeine Brille fällt ihm von der Naſe herunter; endlich ſtammelt er, den Blick auf Auguſtine heftend:„Wie, Fräulein... dieſe


