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ihrem Auszuge herabgelaſſen worden war. Sie wurden mit Freudengeſchrei von der Abtheilung außerhalb der Wälle empfangen; Alle waren mit Waffen und anderer Beute, die ſie im Fort gefunden hatten, beladen und bewachten ſorgfältig die wenigen Gefangenen, die ſie gemacht hatten.
Eine traurigere Prozeſſion folgte, welche auf ſchnell errichteten Tragbähren die Leichname ihrer erſchlagenen Kameraden trugen; die Träger wechſelten in Zwiſchen⸗ räumen mit triumphirenden Siegesgeſängen und Lamen⸗ tationen über ihre frühzeitig geſtorbenen Freunde ab. Die ſiegreiche kleine Armee zog zuerſt wieder in das kleine Thal, wo ſie ihre Pferde, Gewehre, Mäntel und Vor⸗ räthe gelaſſen hatte, und wo man den Erſchlagenen die letzte Ehre erwies. Es war jedoch ein Troſt für alle rechtgläubigen Muhamedaner, daß, da ſie für die Ver⸗ theidigung des Landes gefallen waren, ihre Seelen ſchnell in's Paradies eingelaſſen würden. Die Begräbnißcere⸗ monien waren deßhalb nur kurz, obgleich der Schmerz um die gefallenen Freunde nicht geringer war.
Die Häuptlinge ließen eine Abtheilung zurück um die Leichen in ihren letzten Ruheplatz in dieſem ſtillen Thale zu bringen, und eilten zurück um die Päſſe von Ghelendjik zu vertheidigen, im Falle die Garniſon die Abweſenheit der vielen Bewohner benützen ſollte um eine Verheerung des Landes zu verſuchen.
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