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den von dem breitſchneidigen Cama, das tief in die Bruſt der Opfer eingedrungen war und ſein Werk ſicher that. Ihre Geſichtsfarbe war ſchwarzgelb und ihre Glieder durch ſchreckliche Convulſionen gekrümmt. Unter ihnen lagen in der Nähe der Mauern die Leichname vieler Bergbewohner, welche ihre Säbel noch feſt in ihren erſtarrten Händen hielten und deren kleine durch Kugeln erzeugte Todeswunden man kaum bemerkte. Viele waren von den Bajonetten der Vertheidiger des Caſtells durchbohrt worden, als ſie ſich von der Bruſtwehr herab auf ſie ſtürzten.
Weiter gegen die Mitte hin lagen bei ihren er⸗ ſchlagenen Gatten und Vätern die Leichname mehrerer Frauen und Kinder, die bei dem erſten ſchrecklichen Kriegs⸗ geſchrei aus ihren Hütten geſprungen, in der Dunkelheit und Verwirrung umgeſtoßen, erſchlagen und von den wilden Kämpfern beider Parthieen zertreten worden waren. Um die rauchenden Trümmer des Magazins herum, das in die Luft geflogen war, lagen die Ueberreſte des tapferen Commandeurs und der wenigen ergebenen Soldaten, die mit ihm eine Zuflucht im anſtoßenden Gebäude geſucht hatten; und unter Stein und Erdhäufen hervor ſah man die Leichname mehrerer von den wilden Bergbewohnern, die im Angriffe deſſelben begriffen geweſen waren.
Mehrere Wachhäuſer und Baracken hatten ebenfalls Feuer gefangen und ſtanden in hellen Flammen wodurch die Verwirrung und Zerſtörung noch vermehrt wurde. Parthien der Sieger rannten durch das Fort, von denen Einige die Wohnungen der Officiere plünderten, andere die Waffen der Beſiegten auflaſen und mehrere die Ge⸗ fangenen ſammelten, die ihre Waffen abgelegt hatten. Die Kanonade hörte bald auf und die Brigg ſegelte fort und nahm die geringen Ueberbleibſel der Garniſon, welche zuerſt an das Ufer entkommen waren mit ſich; die bei weitem größere Zahl war aber erſchlagen oder zu Ge⸗ fangenen gemacht.
Keiner der Häuptlinge von Bedeutung war gefallen,


