Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

188

Jvan ſchaute umher. Arslan Gherrei ſtand unver⸗ ſehrt neben ihm. Um ſie herum und mitten unter den gefallenen Trümmern lagen die Körper ihrer letzten Geg⸗ ner und ſelbſt viele von ihrer eigenen Parthie durch die herabfallenden Trümmer erſchlagen.

Wohin ſich Ivan auch wandte, war immer der kühne, junge Page an ſeiner Seite, ohne Furcht vor dem Gefechte. Unverſehrt durch die Schwerdter der Feinde und die fallenden Trümmer drang er mit dieſem vor, kämpfte wie der tapferſte Krieger und dachte blos an die Sicherheit ſeines Herrn.

Bei dem Lichte der brennenden Balken, welche wü⸗ thend ziſchten, eilte Jvan haſtig hin und her, um ſeinen Freund aufzuſuchen, und als ſich der Dampf und Rauch anfhellten, erblickte er ein menſchliches Weſen, das ſich Muͤhe gab, ſich aus den Trümmern eines kleinen Ge⸗ bäudes herauszuarbeiten. Er gieng, von mehreren von ſeinen Leuten gefolgt, über die rauchenden Trümmer auf dieſen Ort zu. In wenigen Minuten war er ſo glücklich, ſeinen Freund Stanisloff zu umarmen, und ihn von ſeinen Feſſeln befreit zu ſehen, während lautes Jauchzen die Freude ſeiner Befreier darüber verkündete.

Mittlerweile hatten der ehrwürdige Hadji und ſein tapferer Sohn das Fort von allen, die ſich ihnen ent⸗ gegenſetzten, gereinigt. Der junge Alp trieb die Ruſſen gegen das Ufer der See ſo daß als das Magazin auf⸗ flog aller Widerſtand aufgehört hatte. Als die Sieger durch das Fort eilten, verkündete der Knall der Schiffs⸗ Kanonen, daß viele von den Feinden das Ufer erreicht hatten und in ihrer Einſchiffung unterſtützt wurden. Eine Abtheilung eilte deßhalb Alp zu Hülfe um die Ueber⸗ reſte der geſchlagenen Feinde gefangen zu nehmen oder gänzlich zu vernichten.

Als die Sonne in majeſtätiſchem Glanze über den Bergen aufgieng, welche Scene der Verwüſtung und Zerſtörung beleuchtete ſie! Auf allen Seiten ſah man die Körper geſchlachteter Ruſſen mit ſchrecklichen Wun⸗