Der alte Commodore⸗
ich Dir, daß ſie Dir weder durch Ingend, noch durch Schhönheit, noch durch Reichthum verliehen werden wird. Der Frühling mit ſeinen holden Blüthen, der Sommer mit ſeinem heiteren Sonnenſchein, der Herbſt in ſeinem glorreichen Ueberfluſſe und der Winter mit ſeiner Erndte von fröhlichen Herzen— ſie Alle, Alle werden Dir Glückſeligkeit weigern.
»Die Erde wird ſie Dir nicht bieten, und der Himmel wird ſie Dir weigern; denn wie, o Roſa! könnteſt Du Gnade an den Stufen des Guadenſitzes erflehen, wenn Du vorſätzlich und treulos trachteſt, Deinen älteſten, beſten, Deinen einzigen Freund, durch das Brechen einer heiligen Zuſage, und durch Verle⸗ tzung Deiner Grundſatzfeſtigkeit zu Grunde zu richten? Solches Brechen und Verletzen iſt ſchmähliches Thun für einen Jeden und eine Jede; allein für ein hochge⸗ bildetes und engelartiges Mädchen wie Du biſt, iſt es zuverläſſig empörend.
»Schreibe mir nur, um mir zu ſagen, daß die Binde des Irrthums von Deinen Augen fiel, und daß Du das wieder ſuchſt, was mit Deiner Ehre und unſer Beider Glückſeligkeit verträglich iſt, ſo wird der jetzt Dich ermahnende, ſchwer am Herzen erkrankte Vormund zu Deinen Füßen eilen, ſich für Deinen beglückten Geliebten und baldigen Dir innig ergebe⸗ nen, ſtets nachſichtigen Gatten erklären.
»Bis ich Deine Antwort erhalte, zähle ich die Stunden an den Pulsſchlägen meines Herzens ab, das ach! jetzt nur dem Elende klopft.
»Dein bangender Geliebter,
»Ruben Plumerſand.⸗
»Aus dem Wirthshauſe zum Saraeenenkopf“ in London.«


