Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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Er lachte, obwohl er die Trauerkleider um Katha⸗ rina noch nicht abgelegt hatte.

Mit dieſen Trauerkleidern wagte er es, zur Prin⸗ zeſſin Eliſabeth zu gehen, um ihr glühende Liebe zu ſchwören und um ihre Hand zu werben.

Aber Eliſabeth wies ihn mit ſtolzer Verachtung und Kälte zurück, und gleich dem Narren ſagte auch die Prinzeſſin: Ihr habt Katharina ermordet! Ich kann nicht die Gemahlin eines Mörders ſein!

Und Gottes Gerechtigkeit ſtrafte den Mörder der unſchuldigen und edlen Katharina, und kaum drei Monate nach dem Tode ſeiner Gemahlin mußte der Groß⸗Admiral das Schaffot beſteigen, und ward als Hochverräther hingerichtet.

Auf den Wunſch Katharina's hatte man ihre Bücher und Papiere ihrem treuen Freunde John Heywood gegeben, und dieſer unterzog ſich mit der treueſten Sorgfalt der Durchſicht derſelben. Er fand unter ihren Papieren viele von ihr ſelbſt geſchriebene Blätter, viele Verſe und Gedichte, welche die Traurigkeit ihres Gemüthes athmeten. Katharina hatte ſie ſelbſt zu einem Buch zuſammengeſtellt, und mit eigener Hand hatte ſie dieſem Buch den Titel gegeben:Schmer⸗ zensklage einer Sünderin.

Katharina hatte viel geweint, indem ſie dieſe Schmerzensklagen geſchrieben, denn an vielen Stellen war das Manuſcript unleſerlich, und ihre Thränen hatten die Schriftzüge verlöſcht.

John Heywood küßte die Stellen, wo die Spur ihrer Thränen zurückgeblieben, und flüſterte: Die

Sünderin hat ſich in ihren Schmerzen verklärt zu einer Heiligen, und dieſe Gedichte ſind das Kreuz