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ſie immer noch ſchön, immer noch im Stande ſei, die Bewunderung und Anbetung der Männer zu erregen.
Es wird Alles gut gehen, Emil, ſagte ſie mit cinem triumphirenden Lächeln. Laſſen Sie uns nur noch eine kurze Zeit geduldig und vor⸗ ſichtig ſein. Mein Gemahl ahnt nichts, ich habe zu ihm geſprochen ſo weiſe wie Cato, und ſo tugendreich wie Lucretia. Er glaubt an mich, und hegt nicht den geringſten Zweifel; die Verleumdung will er von ſei⸗ ner Thür weiſen, und dadurch wird ſie offen bleiben, und Sie können ſicher hinein gehen, und ſich präſentiren. Er wird Sie unter ſeine Pro⸗ tection nehmen, und Sie als Hausfreund arglos anerkennen, denn er iſt zum Ehemann prädeſtinirt.— Aber vorſichtig, Emil! Das Geheimniß iſt der Genius des Glückes! Bleiben Sie hier und laſſen Sie mich allein zu der Geſellſchaft zurückkehren! Au revoir, mon ami!
Sie warf ihm leicht mit den Fingerſpitzen einen Kuß zu, und eilte von dannen.
IV.
Der König in Sansſouci.
Die Empfangsfeierlichkeiten und Feſte waren vorüber, und endlich durfte der König ſich der Ruhe und Stille überlaſſen, welche ſein Herz ſo lange und ſo vergeblich erſehnt hatten Endlich durfte er, welcher ſeit ſo vielen Jahren nur ſeinen Königspflichten und ſeinem Vaterlande ge⸗ lebt, daran denken, auch ſich ſelbſt wieder leben zu dürfen, und nach ſo vielen Sorgen und Mühen auszuruhen. Endlich durfte der Krieger und Held ſich wieder verwandeln in den Philoſophen, der mit ſeinen Freunden und ſeinen Büchern den heiteren und heiligen Genüſſen der Wiſſenſchaf⸗ ten und Künſte leben mochte.
Mit einem frohen, ſtrahlenden Antlitz beſtieg der König den Wagen, um nach Sansſouci zu fahren, nach dieſem geliebten Sansſouci, das ihm in den Kriegsjahren immer wie ein goldener Traum, wie ein leuch⸗


