J. Die Rückkehr des Königs.
Ganz Berlin prangte heute in glänzendem Feſtſchmuck; denn es war heute ein großer, ein freudenvoller Tag, der erſte nach langen Jah⸗ ren der Trübſal, der Bedrängniß und Noth. Der König wollte heute heimkehren nach Berlin, welches er ſeit ſieben Jahren nicht geſehen. Der Krieg war beendet, und in Hubertsburg hatten die Mächte endlich nach ſiebenjährigem Kampfe Frieden gemacht. Keiner hatte bei dieſem Frieden gewonnen; nicht eine der Städte und Feſtungen Schleſiens war dem König von Preußen wieder abgewonnen worden, aber er hatte ſich mit den früheren Eroberungen begnügen müſſen, und keine neuen Pro⸗ vinzen den ſchon früher gewonnenen hinzufügen können. Der Krieg war beendet, und jetzt war Alles wieder ſo, wie es vor dem Kriege geweſen; die Folgen des Krieges konnten nicht nach den Gewinnſten, ſon⸗ dern nach den Verluſten berechnet werden, Niemand wußte zu ſagen, was er gewonnen, aber Jedermann, was er verloren habe.
Preußen hatte in dieſen ſieben Jahren an ſtreitbaren Männern ein⸗ hundertundachtzigtauſend, die Franzoſen zweimalhunderttauſend, die Ruſſen einhundertundzwanzigtauſend, die verbündeten Engländer und Deutſchen einhundertundſechzigtauſend, die Sachſen neunzigtauſend, und die Schwe⸗ den und die Reichsvölker endlich ſechzigtauſend verloren.
Die ſieben Jahre hatten dem unglücklichen Europa faſt eine Million Männer gekoſtet, deren Blut den Boden Deutſchlands gedüngt hatte, deren Gebeine in deutſcher Erde gebettet waren, während in ganz Europa
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