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Feinden des großen Friedrich ergehen, und möge Gott dem preußiſchen König und allen ſeinen Freunden hülfreich und gnädig ſein!
Er grüßte den Baron mit dem Zeichen des Kreuzes, und entfernte ſich, um in ſein frommes Kloſter, das ſich eben jetzt in einen Janus⸗ tempel verwandelt zu haben ſchien, zurückzukehren.
Der Baron von Cocceji aber, eingedenk der Ermahnungen des Priors, beeilte ſich, ſeine Abreiſe von Venedig zu beſchleunigen, und ſchon am anderen Morgen befand er ſich wieder auf der Landſtraße, die gen Turin führt.*)
IV.
Die Heimkehr von der Armee.
Es war ein ſonniger, warmer Sommertag, einer jener Tage, welche das Herz mit Andacht und die Augen mit Thränen der Freude und der
*) Dieſe diplomatiſche Sendung, mit welcher der König ſeinen Flügeladju⸗ tanten Baron von Cocceji betraut hatte, mißglückte indeſſen an der Zaghaftig⸗ keit des Königs von Sardinien, und ſeiner Umgebung. Obſchon der engliſche Geſandte in Preußen, Sir Mitchell, dem Herrn von Cocceji auch ein ſehr warmes Empfehlungsſchreiben an den engliſchen Geſandten Lord Mackenzie mit⸗ gegeben hatte, in welchem er demſelben den Plan des unter der Maske eines ſächſiſchen Kaufmanns reiſenden preußiſchen Diplomaten mittheilte und auf das Wärmſte empfahl, ſo wollte doch Lord Mackenzie, der zu den Gegnern des Kö⸗ nigs gehörte, dieſen Plan nicht unterſtützen, und er ſcheiterte, wie geſagt, außer⸗ dem an der Zaghaftigkeit des Königs von Sardinien. Derſelbe verwarf die kühnen Vorſchläge Friedrichs ganz und gar, indem er zu ſeiner Rechtfertigung ſagte:„er habe ſeit der Verbindung der beiden Mächte Frankreich und Oeſter⸗ reich den Kopf gleichſam in einer Zange ſtecken, die ſich immer zuzumachen, und ihn zu zerquetſchen drohe.“— Nicht glücklicher war der Baron von Cocceji mit ſeinen Vorſchlägen in Neapel, und mußte alſo gänzlich unverrichteter Sache nach vielen vergeblichen Anſtrengungen wieder heimkehren.(Dutens: Memoiren eines Gereiſeten, der ausruht. Aus dem Franz. überſetzt von Joh. Friedrich von Meyer. Kapitel 97. S. 131.)


