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nicht noch einmal! Sie thun meinen Ohren und meinem Herzen weh! Laſſen Sie uns lieber auf dieſer Charte hier die jetzigen Stellungen der Heere und die Hoffnungen, die man darauf bauen kann, betrachten.
Ich habe mit Nadeln genau die Poſitionen abgegränzt, ſagte Pater Anſelmo. Die ſchwarzen Nadeln bedeuten die Heere der Verbündeten, die weißen das Heer des Königs von Preußen.
Der Prior neigte ſich über die Charte und verfolgte mit ſinnendem Blick die Linien, welche Pater Anſelmo mit haſtigem Finger ihm be⸗ zeichnete.
Ihre Nadeln ſind ein trauriges Omen, ſagte er dann kopfſchüttelnd, ſie umzingeln ringsum wie eine Kirchhofsmauer dieſe wenigen weißen Nadeln, die ſich da wie Grabkreuze in der Mitte der ſchwarzen Umzäu⸗ nung erheben.
Und die weißen Nadeln werden doch dieſe Umzäunung durchbrechen, ſagte Pater Anſelmo zuverſichtlich. Der große König—
Pater Anſelmo verſtummte, denn eben hatte ſich die Thür geöffnet, und der Pater Guardian fragte, ob er eintreten dürfe.
Der Prior erröthete leicht und trat von dem Tiſch zurück, während das ſcharfe und ſtechende Auge des Paters rings im Zimmer umherflog und mit ſarkaſtiſchem Ausdruck auf dem Tiſch mit den Charten verweilte.
Sie ſind willkommen, Bruder Theodor, ſagte der Prior mit einem leiſen Neigen der Hauptes.
Doch ſtöre ich Euer Hochwürden in Ihrer Lieblingsbeſchäftigung, ſagte der Pater Guardian ſcharf, indem er auf die Charten deutete. Eure Hochwürden überlegten eben die mißliche Stellung des Ketzerkönigs, den Gott, wie es ſcheint, jetzt bald in den Staub ſchleudern und zu den Füßen der triumphirenden Kirche zerſchmettert niederfallen laſſen wird.
Dieſe Entſcheidung müſſen wir allerdings Gott überlaſſen, ſagte der Prior ſanft. Er hat dem König von Preußen indeſſen ſchon ſo oft und ſo ſehr ſeinen Beiſtand verliehen, daß ich nicht weiß, ob man ſeines Unterliegens ſo ſicher ſein darf!
Der heilige Vater zu Rom hat die Waffen ſeiner Gegner geſegnet, und folglich werden ſie triumphiren! rief Pater Theodor ſalbungsvoll. Aber verzeihen mir Eure Hochwürden! Ich vergaß, was mich her⸗


