Teil eines Werkes 
1. Folge, Berlin und Sansouci oder: Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 3. Band (1855)
Entstehung
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— Aau— Feuerwerke haben, Gartenillumination, herrliche Muſik, ja, ich habe ſogar daran gedacht, eine Bühne auf⸗ ſchlagen zu laſſen und eine franzöſiſche Schauſpieler⸗ geſellſchaft zu engagiren, damit ſie uns einige Luſtſpiele vorſpiele.

Nur fürchte ich, rief ſeine Tochter lachend, daß wenige unſerer Gäſte von dieſen franzöſiſchen Luſtſpielen ein Wort verſtehen werden.

Das mag ſein, aber das franzöſiſche Weſen iſt jetzt einmal Mode, und es wird Aufſehen machen, wenn bei uns franzöſiſches Theater iſt. Aber Sie ſagen kein Wort, mein Herr Sohn? Sie ſeufzen und machen faſt ein verdrießliches Geſicht?

Ich ſeufze, weil Sie dieſes Hechzeitaieſaſ weit hinausſchieben wollen.

Ah, das iſt eine Schmeichelei für Dich, meine Tochter. Mein Gott, die Berliebten ſind immer un⸗ geduld dig.

Aber ich ſeufzte nicht blos deshalb, weil ich noch auf ſo lange des Glückes beraubt werden ſoll, meine 8 Caroline als meine Gemahlin in mein Haus einzuführen, ſondern weil ich dadurch auch der Freude verluſtig gehe, ſie bei einem der größten und glän⸗ zendſten Hoffeſte, mit welchem die Saiſon eröffnet erden ſoll, dem Hofe als meine Gemahlin vorzu⸗ ſtellen.

Ein Hoffeſt ſoll ſtattfinden? fragte Caroline Or⸗

guelin lebhaft. Der König iſt, denke ich, noch immer auf ſeiner Reiſe begriffen.

Der König. kehrt in einigen Tagen zurück und

dann wird, da die Hoftrauer jetzt zu Ende geht, der

König ſeinem Hofe eine glänzende Maskerade geben, die aber zugleich wahrſcheinlich die einzige in bieſemn Winter ſein wird.