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treten, und wenn er ſich auch entſchließen mußte, den reichen Schwiegervater anzuerkennen und ihm die Ehr⸗ furcht und Liebe eines Sohnes zu zeigen, ſo war da⸗ mit noch nicht geſagt, daß er bei ſeinen Feſten erſchei⸗ nen wollte, um gewiſſermaßen als prunkender und koſtbarer Tafelaufſatz dieſen Feſten erſt ihren Glanz zu verleihen. Er zitterte, wenn er an die Spöttereien und das Hohngelächter der Hofeavaliere dachte, für die es ein unerſchöpflicher Gegenſtand der Neckereien ſein
würde, daß er, der Hofmarſchall der Königin,
der Cavalier von altem Adel, auf einem Feſt der Bourgeoiſie die Hauptrolle geſpielt und mit Fabrikanten und Kaufleuten gegeſſen und geſprochen, gejubelt und getanzt habe. Das konnte, das durfte nicht ſein. Ein Edelmann konnte ſich wohl, um der Ehre ſeines Hauſes willen, entſchließen, eine Bürgerliche zu heirathen, wenn dieſe eine Million beſaß, aber er durfte ſich nicht ſo weit erniedrigen, ſich nun auch als das angeworbene Mitglied ihrer Familie zu betrachten und Notiz zu nehmen von der Verwandtſchaft mit dieſem oder jenem Bourgeois.
Der Graf Rhedern ſann alſo auf einen Plan, dieſes Hochzeitsfeſt, das ihn in ſo viele unerwünſchte und unbequeme Berührungen mit Leuten„unter ſeinem Stande“ bringen konnte, zu hintertreiben und den Eclat bei ſeiner Mesalliance möglichſt zu vermeiden.
Mit lächelndem Geſicht und zärtlichem Gruß trat er daher eines Morgens in das glänzende und ſchöne Boudoir ſeiner Verlobten, welche eben damit beſchäftigt war, mit ihrem Vater die Liſte der Hochzeitsgäſte auf⸗ zuſetzen und die Zahl derſelben zu beſtimmen. Graf Rhedern ſetzte ſich ſtill neben ſeiner Braut nieder und hörte mit innerem Grauen alle dieſe hor⸗ riblen, barbariſchen Namen, welche da auf die Liſte


