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die Armuth mit all ihren Schreckniſſen, Demüthi⸗ gungen und Qualen zu ihnen heran. 8 Gotzkowsky's Buch hatte alle ſeine Neider und Feinde wieder wach gerufen, und ſie ſchwuren ſein Verderben. Sein Buch zeigte, wie ſehr die Kaufmannſchaft von Berlin ihm verpflichtet ſei, und wie wenig ſie dieſer Verpflichtung nachgekommen, es war alſo eine Anklage gegen die ſtolze und reiche Berliner Kauf⸗ mannſchaft, eine Anklage, gegen welche ſie ſich nicht vertheidigen, aber für welche ſie ſich rächen konnten. Und ſie rächten ſich. Nicht an ihm, denn er beſaß nichts mehr, was ſie ihm nehmen konnten, keinen Reichthum, keinen Namen, keinen Credit, und alſo auch in ihren Kaufmannsaugen keine Ehre. Aber ſie rächten ſich an ſeiner Familie, an ſeinem Schwie⸗ gerſohn. Der reiche Fabrikherr, deſſen Buchhalter Bertram geweſen, entzog ihm ſeine Stelle, und einer beſtimm⸗
ten Verabredung gemäß, konnte er nirgend eine andere
Stellung finden.
Woher ſollte er jetzt ſeine Familie erhalten? Er hätte arbeiten mögen, daß ihm das Blut aus den Nägeln ſpritzte, arbeiten für ſein Weib, für ſeinen Vater, und ſein Kind, das ihn mit ſeinen großen, klaren Kinderaugen ſo lieblich anſah, und nichts ahnte von der Angſt ſeines Vaters und den Seufzern, die den Buſen ſeiner jungen Mutter zuſammenſchnürten.
Aber nirgends wollte man ihn beſchäftigen, nir⸗ gends gab es eine Stelle für den Schwiegerſohn Gotzkowsky III. 14


