in ſeine Kreiſe, den König, welchem Gotzkowsky zum Beiſpiel für hunderttauſend Dukaten Bilder gekauft, und der ihm von dieſer Summe doch nur hundert und funfzigtauſend Thaler zurückgezahlt hatte!
Hätte ſein Buch nur die kleinſte Unwahrheit ent⸗ halten, wären irgend nur darin falſche Angaben ge⸗ weſen, ſo würde man ihn als Verleumder und Ma⸗ jeſtätsbeleidiger angeklagt haben.
Aber Gotzkowsky hatte nur die Wahrheit geſagt, man konnte ihn alſo nicht als Lügner, als Verleumder beſtrafen.
Man mußte ſich daher begnügen, ſein Buch, ſeine Lebensgeſchichte eines patriotiſchen Kaufmanns, zu verbieten.
Alle Buchhandlungen Berlins mußten die Exem⸗ plare deſſelben ausliefern, und auch Gotzkowsky be⸗ kam den Befehl, die Exemplare, welche er ſelber beſäße, zurück zu liefern.
Er that es, er gab das Buch der Behörde, aber ſein Gedächtniß konnte er doch den Behörden, welche ihn verfolgten, weil ſie vor ihm zu erröthen hatten, nicht ausliefern?
Sein Gedächtniß blieb ihm treu, und war ſeine Stärkung und ſein Troſt, und es richtete ihn auf, wenn er verzagen wollte, und machte ihn ſtolz in ſeinem Unglück und frei in der Knechtſchaft ſeiner
Armuth. Jeii erſt waren ſie wirklich arm, ietzt erſt ſchlich


