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die Frauen ihre„Wirthſchaft“ nennen. Aber der Inſtinct des Weibes hatte ſie pPlötzlich dieſe Wiſſen⸗ ſchaft gelehrt, und ſie bald zu einer Meiſterin der⸗ ſelben gemacht.
Und lieblich war es anzuſehen, wie Eliſe in immer gleicher Ruhe und Heiterkeit die Geſchäfte ihres Hau⸗ ſes beſorgte, bald als Köchin in der Küche wirkend, bald mit geſchäftiger Hand ihre kleinen Zimmer ord⸗ nend, und durch Sauberkeit und Zierlichkeit erſetzend, was ihnen fehlte an Eleganz und Schönheit.
Eliſe war wie verwandelt, und niemals, ſeit ſie Bertram's Weib geworden, war ihre Stirn bewölkt, oder ihr Auge trübe geweſen. Immer war ihr Ant⸗ litz heiter und klar, immer hatte ſie für den heim⸗ kehrenden Gatten ein freundliches Lächeln, einen innigen Gruß, niemals irgend ein Wort der Klage, oder des Bedauerns über die Entbehrungen, denen ſie ſich unterziehen mußte, oder über den Reichthum, welchen ſie verloren hatte.
Eliſe fühlte ſich reich, denn ſie liebte ihren Gatten; nicht mit jener heißen, verzehrenden Gluth, welche ſie einſt empfunden, und welche ihr ſo viel Täuſchungen und ſo viel Thränen gegeben, ſondern mit dem ſanften, wohlthuenden Feuer, welches niemals erliſcht, weil ihm die Achtung und die Erkenntniß des Rechten immer neue Nahrung und neuen Stoff verleiht.
Bertram war nicht mehr nur ihr Bruder, er war ihr Geliebter, ihr Freund, ihr Rathgeber, und Tröſter überall. Immer war ſie gewiß, bei ihm Verſtändniß


