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hellen Licht des Tages wollte er die Schwelle ſeines Hauſes überſchreiten, und die Straßen dieſer Stadt durchziehen, welche ihm ſo viel verdankte und welche ihn einſt ihren Erretter und Helfer genannt hatte.
Es war unabänderlich, er mußte fallen, aber ſein Fall ſollte zugleich ſeine Rache ſein.
Zum letzten Male hatte er die Staatszimmer ſei⸗ nes Hauſes geöffnet, zum letzten Mal wollte er in denſelben ſeine Gäſte empfangen. Aber dieſe Gäſte waren die Gerichtsperſonen, welche ihn beerben ſoll⸗ ten, da er noch lebte, welche ſeinen Namen auslöſchen ſollten, bevor der Tod ihn auf irgend einen Grab⸗ ſtein gezeichnet hatte.
Die Kunde ſeines Falles hatte ſich ſchnell durch ganz Berlin verbreitet und ſchien doch endlich die Rinde durchbrochen zu haben, welche die verhärteten Herzen umſchloſſen hielt. Die Stimme des Gewiſſens hatte doch einen Moment die Stimme des Egois⸗ mus übertäubt und der Magiſtrat ſchämte ſich ſeiner Undankbarkeit, und auch die Münzjuden Ephraim
und Itzig hatten eingeſehen, daß es klüger ſein würde, einen Eclat zu vermeiden und den gedemü⸗ thigten Gotzkowsky lieber aufzurichten, ſtatt ihn ganz in den Staub zu treten.
Statt der Gerichtsbeamten, die Gotzkowsky er er⸗ wartet hatte, traten jetzt Abgeordnete des Magiſtrats, begleitet von Erbraim und Itzig, in ſein Haus und verlangten Gotzko zu ſprechen.
Er empfing ſie in ſeinen Prunkgemächern, an der


