— 183—
vor Zorn und Schmerz, ſich an die Wand gelehnt hatte, um nicht umzuſinken.
Mein Herr Fürſt, ſagte er, Sie werden bezahlt werden. Nehmen Sie dieſe dreißigtauſend Thaler, es iſt das Vermögen meines Schwiegerſohns. Er hat es freudig hergegeben, um uns von Ihnen zu erlöſen. Sehen Sie hier ferner die Brillanten meiner Tochter. Bringen Sie dieſelben Ihrer Kaiſerin als würdiges Andenken Ihrer deutſchen Thaten. Und was alsdann noch fehlt zur Bezahlung meiner Schuld, das mögen
Ihnen meine Bilder decken.*) G Es iſt zu viel! Es iſt zu viel! ſchrie Fürſt Feo⸗ dor, und wie von Furien gejagt, die geballten Fäuſte vor ſich ausſtreckend, als wolle er Jeden zermalmen, der ihn zurückhalten könne, ſtürzte er von dannen.
*) Gotzkowsky bezahlte ſeine Schuld an Rußland mit 30,000 Thaler baarem Gelde, einem Brillantſchmuck und den ſchönſten Gemälden ſeiner Gallerie, welche von Ruß⸗ land für 80,000 Thaler angenommen wurden und den erſten und beſten Grund zu der Kaiſerlichen Gemälde⸗ Gallerie in Petersburg legten. Es befanden ſich unter dieſen Gemälden einige der ſchönſten Bilder von Titian, dann die vorzüglichſten Gemälde von Rubens, und von Rembrandt eins ſeiner ausgeführteſten, das Portrait ſei⸗ ner alten Mutter. 1 8
——


