Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 3. Band (1858)
Entstehung
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zu ihrem Vater führte, ſagte ſie mit einer unnach⸗ ahmlichen Anmuth: Mein Vater, ſegne Deine Kinder!

Das iſt Dein Bräutigam? fragte Gotzkowsky, und zum erſten Male flog es wie ein Sonnenglanz über ſein Antlitz.

Bertram hatte mit einem Ausruf des Entzückens ſeine Arme ausgebreitet und Eliſe an ſein Herz ge⸗ zogen. Sie ſchmiegte ſich an ſeine Bruſt und ſagte innig: Ich will an Deinem Herzen ruhen, Bertram, ich will ehrlich und treu ſein, wie Du es biſt. Du ſollſt mich mit der Menſchheit ausſöhnen, Du ſollſt uns Beiden das Glück wieder geben, Bertram. Mein Vater und ich hoffen auf Dich, und wir wiſſen Beide, daß unſere Hoffnung nicht vergeblich iſt. Iſt es nicht ſo, mein Vater?

Sie reichte Gotzkowsky ihre Hand dar, er nahm ſie, aber zu bewegt zum Sprechen, drückte er ihre Hand an ſeine Augen, an ſein Herz, und ſchaute nur lächelnd, mit freundlichem Nicken in das Antlitz ſei⸗ ner Tochter. Eliſe fuhr fort: Siehſt Du, Vater, das Leben iſt doch noch etwas werth. Es giebt Dir einen Sohn, der glücklich iſt, wenn er Dein Unglück mit Dir theilen kann, es giebt Dir eine Tochter, die jede Deiner Thränen wie einen Diamant Deiner Größe leuchten ſieht, die ſtolz darauf ſein wird, mit ihrem Vater als Bettlerin von Ort zu Ort zu ziehen, und aller Welt zu ſagen:„Gotzkowsky iſt ein Bettler, weil er reich war an Menſchenliebe, er iſt arm ge⸗