Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 3. Band (1858)
Entstehung
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Eine Abſchlagsſummel ſagte Gotzkowsky lächelnd. Ich habe dem König für hunderttauſend Dukaten Gemälde angekauft, und der König will, wie es. ſcheint, nicht immer mein Schuldner bleiben.

Mit einem leichten Achſelzucken erbrach Gotzkowsky.

das zweite Schreiben. Plötzlich aber lachte er laut auf, und ſeine Züge nahmen einen heitern, ſpöttiſchen Ausdruck an. Der Churfürſt von Sachſen ernennt mich, in An⸗ eerkennung meiner, der Stadt Leipzig bewieſenen Dienſte, zu ſeinem Geheimen Commerzienrath, rief er fröhlich, indem er das Papier hoch empor ſchwenkte. Ah, das iſt ein wundervoller Scherz. Der kleine Churfürſt, der ſeit langen Jahren mein Schuldner iſt, erzeigt mir die Gnade und wirft mir einen Brocken Hoheit hin. Einen Titel. Danke ſchön. Mein Name iſt mir wohlklingend genug. Bedarf keines Titels, um ein Ehrenmann zu ſein. Werft hohlen Köpfen Titel hin, aber nicht mir. Weg damit!*)

Er warf das Papier verächtlich bei Seite, und nahm den dritten Brief.

Aber als er ihn las, verklärte eine ſtolze Freude

ſein edles Geſicht, und ſeine Augen ſtrahlten. Dieſer dritte Brief war ein Reſcript der Stadt

Leipzig, eine vom Magiſtrat ausgefertigte Dankadreſſe,

deren Schlußworte ſo lauteten:

.*) Gotzkowsky hat ſich dieſes Titels nie bedient. Siehe ſein Leben. S. 143. Gotzkowsky. II1. 4