Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 3. Band (1858)
Entstehung
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welche ſich ihm aus der Wolke von Staub entgegen⸗ ſtreckt, um ihm zu helfen.

Er that es, weil, wie er in ſeiner„Lebensgeſchichte“ eben ſo naiv als einfach ſagt:„weil ich aus eigener Erfahrung wußte, wie ſchwer es einer Stadt fällt, ſolche Summen zuſammenzubringen. Und es war mir ein abſchreckender Gedanke, von ſo unglücklichen Zeiten zu profitiren!“

Und wieder gab es für Gotzkowsky ein glänzendes Feſt, und Dankworte und gerührte Thränen und große Verſprechungen die Fülle.

Dies Feſt veranſtalteten die Leipziger Kaufleute

dem, der ſich ſo großmüthig ihrer angenommen, und ihnen dreimalhunderttauſend Thaler erſpart, und ſich für ihre Wechſel verbürgt hatte. Und ſie aßen ihm zu Ehren die köſtlichſten Speiſen und leerten die Becher zu ſeiner Ehre, und feierten ihn mit hoch⸗ tönenden Reden. 3

Als Gotzkowsky ermattet und gelangweilt von dieſem Feſte in ſein Quartier zurückkehrte, fand er auf ſeinem Tiſch drei Briefe.

Den, welcher das Preußiſche Wappen im Siegel führte, erbrach er zuerſt.

Es war eine Kabinets⸗Ordre des Königs von Preußen, an den Geheimſecretair Leinning, dem Kauf⸗

mann Johann Gotzkowsky einhundert und fünfzig⸗ tauſend Thaler auszuzahlen.*)

*) Leben eines patriotiſchen Kaufmanns S. 84.