Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 3. Band (1858)
Entstehung
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er nicht mehr der Philoſoph von Sansſouci, nicht mehr der Dichter, ſondern der flammende Kriegsheld, den es gelüſtete nach Kampf und blutiger Rache!

Erzähle Er! Erzähle Er! Ich will Alles wiſſen! ſagte der König, jedes Wort mühſam hervorſtoßend, und mit großen Schritten auf⸗ und abgehend.

Als aber dann Gotzkowsky ihm genaueren Bericht abſtattete, als er ihm von der frevelhaften Barbarei erzählte, welche ſelbſt der Heiligthümer der Kunſt nicht geſchont hatte, da verfinſterte ſich des Königs Angeſicht immer bedenklicher, und einen Moment ſchoß eine glühende Zornesröthe über ſeine etwas blaſſen Wangen hin. Einmal ſtreckte er den Arm drohend empor, als wolle er die Blitze des Himmels herab⸗ ſchleudern auf ſo viel Ruchloſigkeit und Entartung.

Als Gotzkowsky geendet, ſagte der König kurz und heftig: Es iſt gut! Sehr gut!

Und mit haſtigen Schritten das Zimmer durch⸗ ſchreitend, ſtieß er die Thür auf, welche in den Vor⸗ ſaal führte, und rief: Saldern!

Sofort erſchien der General von Saldern in der geöffneten Thür. Der König befahl ihm einzutreten, und die Thür zu ſchließen, dann ſagte er mit kurzem, entſchiedenem Ton:Er geht morgen mit einem De⸗ taſchement Infanterie und Kavallerie in aller Stille nach Hubertsburg, beſetzt das Schloß, läßt alle geld⸗ werthen Meubles ſorgſältig aufſchreiben und einpacken. Ich will nichts davon haben, ich werde das daraus