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bloß um Seinem König anzuzeigen, daß ſeine Bür⸗ ger ihm nicht mehr gehorchen wollen!
Der König hatte mit anſcheinendem Unwillen ſo geſprochen, aber ſeine Lippen umſpielte ein leiſes Lächeln und ſeine großen blauen Augen waren mit einem Ausdruck unbeſchreiblicher Güte auf Gotzkowsky gerichtet.
Sie wollen in dieſem Fall Ew. Majeſtät nicht gehorchen, ſagte Gotzkowsky, juſt, weil ſie's werth bleiben wollen, die Bürger und Unterthanen Ew. Ma⸗ jeſtät zu ſein!
Der König ging einige Male mit ineinandergefal⸗ teten Armen auf und ab, dann blieb er vor Gotz⸗ kowsky ſtehen und ſah ibm feſt in die Augen.
Jetzt ſage Er mir einmal, wie hat Er's angefan⸗ gen, die Berliner ſo obſtinat und ſo verſchwenderiſch zu machen?
Gotzkowsky lächelte. Ew. Majeſtät, die Berliner ſchätzen ihre Ehre höher, als ihr Leben.
Der König ſchüttelte haſtig mit dem Kopf. Das red' Er einem Andern vor! Sag' Er's mir, wie hat Er meine Berliner dahin gebracht? Die Wahrheit aber, ſag' Er mir die Wahrheit!
Nun wohl, Ew. Majeſtät ſoll die Wahrheit wiſſen, ſagte Gotzkowsky nach einer Pauſe.
Ja, ja, die Wahrheit, rief der König, haſtig mit dem Kopfe nickend. Ich will wiſſen, wie Er'’s an⸗ gefangen, den Berlinern ſo viel verwegenen Muth einzublaſen? 3
Gotzkowsky II. 2


